Eigensinn tut gut

Introvertiert Bedeutung

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page

 

introvertiert-bedeutungBedeutung von Introvertiert:

In sich selbst ruhend, nachdenklich, die Energie suchend durch Ruhephasen.

Wikipedia sagt: Introversion (von lat. intra „innerhalb“ und vertere „wenden“) ist der Gegenpol zu Extraversion. Introvertierte Charaktere beobachten in sozialen Gruppen eher, als dass sie selbst handeln. Typische Eigenschaften sind hier still, sorgfältig, scheu, reflektierend und zurückgezogen. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Introversion_und_Extraversion

Introvertierte müssen erst einmal “gut überlegen”, bevor sie etwas sagen, tun oder entscheiden. Oberflächlichkeiten sind ihnen meist zuwider. Sie sind die “stillen Denker” und gelten oft als zurückhaltend, Kontaktscheu und mögen oft keinen „Smalltalk”

 

Ich bin eben anders!

Früher war ich sehr schüchtern und zurückhaltend und habe oft gedacht, irgendetwas stimmt nicht mit mir.

Ich hatte einfach keine Lust, in die Disco zu gehen oder auf Partys. Ich mag das immer noch nicht, es bedeutet einfach STRESS.

Smalltalk mit Fremden empfinde ich immer noch als anstrengend. Kenne ich eine Person jedoch schon länger und hat sich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, kann ich viel und lustig reden und natürlich auch Spaß haben. Bis eine Person jedoch zu einem Freund wird, vergeht eine recht lange Zeit. Introvertierte sind eben stille Beobachter und nehmen sich Zeit, ihr Gegenüber zu analysieren.

Im Jahre 1921 erkannte Carl Gustav Jung bereits, dass der Charakterzug Introversion  zu den fünf Grunddimensionen der Persönlichkeit gehört. Sie werden auch die  BIG FIVE genannt. (Mehr bei Wikipedia)

Der Unterschied der “Psychologische Typen” liegt bei Extrovertierten und Introvertierten in der Ausrichtung ihrer “psychischen Energie”. Bei Introvertierten fließt die Energie in die Tiefen der eigenen Seele, bei Extrovertierten fließt die Energie nach außen. Wer mehr über Carl Gustav Jung und seine Theorien lesen möchte: C.G. Jung

Sind Introvertierte krank?

Jetzt weiß ich, Introversion ist keine Krankheit sondern ein Wesenszug.

Der hat nichts mit Depressionen oder Sozialphobien zu tun, sondern damit, dass mein Kopf ständig arbeitet und eine ständige Art von “Reizüberflutung” stattfindet.  Ich brauche einfach Ruhephasen zum Regenerieren und um meinen Akku wieder aufzuladen.

Weil jedes Gespräch sehr intensiv erlebt wird, sind Introvertierte schnell müde. Mir geht es auch so, ganz besonders wenn viele Menschen durcheinander reden. Wenn ich mich überwinde und auf eine Party gehe, ziehe ich mich gern mal in einer Ecke zurück.

Ich bin wirklich nicht gelangweilt, ich muss mich einfach nur einen Moment wieder erholen. Das wird allerdings oft missverstanden und ich gelte als ungesellig oder sogar arrogant. Oft kommt dann der Spruch “Sitz doch nicht nur so ´rum, amüsiere dich doch”. Extrovertierte haben das Gefühl, den Introvertierten helfen zu müssen, “mal ´raus zu kommen”, “mal unter die Leute zu gehen”.

Wie bekomme ich wieder Kraft?

Ganz wichtig, ich brauche Ruhe, um meinen Akku wieder aufzuladen.

Schaffen auch Sie sich einen Ruheraum, in dem Sie sich abschotten,  in dem Sie nach einem hektischen Arbeitstag bewusst entspannen und loslassen können. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Lesen, Musik hören, am Computer spielen oder einfach nur alle Fünfe gerade sein lassen und Tagträumen hilft mir sehr. Ich kann dabei meinen Gedanken nachgehen und in mich hineinfühlen.

Ich gehe gern mit dem Hund durch den Wald, genieße die Stille, das Grün der Blätter, das Zwitschern der Vögel. Wenn ich dann wieder nach Hause komme, ist der Hund zufrieden und ich habe wieder Power für Haushalt, Kind und die Probleme der Welt.

Kann ich mich ändern?

Jeder, der an sich arbeiten möchte, weil er sich für zu schüchtern oder introvertiert hält, kann das jederzeit tun. Introvertierte Menschen lieben es zu lernen und können das sogar bis ins hohe Alter.

Vor einigen Jahren habe ich damit begonnen, zu lernen, wie ich offener, freundlicher und kommunikativer wirken kann. Ich habe an meiner Stimme und meiner Körpersprache gearbeitet und viel gelesen. Der Wunsch nach mehr Erfolg und Anerkennung hat mich zu meinem Network Marketing geführt.

Ich begann mit einem Einzel-Coaching, das mir mehr Selbstsicherheit geben sollte. Dann besuchte ich alle kostenlosen Schulungen, die mein Team anbot. Hier habe ich gelernt, wie ich Ängste überwinden und  mit Menschen in Kontakt kommen kann. Ich wurde gefördert und gefordert ohne Zwang, denn ich gab das Tempo vor und wurde Schritt-für-Schritt weitergeführt.

Es gibt zahlreiche Bücher, die die Körpersprache erklären und ebenso viele Coaches, die anschaulich demonstrieren, wie man in einem Menschen lesen kann. Als introvertierter Beobachter fiel es mir immer leicht, die Körpersprache anderer zu lesen und zu deuten. Aber wie konnte ich mich ändern von stocksteif in freundlich?

Einer meiner Coaches war Samy Molcho, ein kleiner Mann mit einer grauen Wuschelmähne und freundlichem Gesicht. Er ist Pantomime und kann alles mit seiner Körpersprache und seiner Mimik ausdrücken. Das Seminar war lustig und lehrreich zugleich, er gestikulierte viel mit den Händen, denn damit wirkt man lebendig.

Emotion ist wichtig, habe ich gelernt, ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Das kann man übrigens gut vor dem Spiegel üben.

Seien Sie mutig und bleiben Sie sich treu!

Wir Introvertierten sind gute Beobachter und Zuhörer, wir erkennen schnell ob wir einen Menschen mit Charakter oder eine Luftpumpe vor uns haben.

Wir lesen in der Mimik und erkennen feine Nuancen der Empfindungen anderer Menschen und können uns gut in sie hineinversetzen.

Freundliches Zuhören verschafft Respekt, es gibt so viele Menschen, die das nicht mehr können. Was den Extrovertierten durch ihr ständiges Reden und ihrer Selbstdarstellung entgeht, können Introvertierte aufnehmen und in sich speichern.

Auch wenn ich nicht so oft zu Wort komme in einem Gespräch, kann ich ein gutes Gefühl dabei haben. Das Gefühl, dass ich mich um meinen Gesprächspartner kümmere und dass er mich deshalb schätzt.

Smalltalk liegt mir nicht, na und?

Seit ich dazu stehe und meinem Gegenüber erkläre, wie ich bin, werde ich auch akzeptiert. Ich habe gelernt, einfach STOPP zu sagen, wenn es mir zu viel wird. Ein Mensch, der auch mal „nein“ sagen kann, wird ernst genommen und dieses „nein“ schützt mich davor, ausgenutzt zu werden oder mich zu überfordern.

Ich bleibe auf einer Party nur so lange, wie es mir Spaß macht. Oft bin ich vor Mitternacht schon wieder verschwunden und habe dafür zu Hause noch etwas Spannendes gelesen: eine Computerzeitschrift oder einen Artikel aus der Psychologie.

Erkennen Sie Ihre eigenen Stärken

Jeder Mensch hat Stärken und Talente, es ist wichtig diese heraus zu finden.

In unserer Seele sind unsere Wünsche und Sehnsüchte verborgen, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, denn das ist Ihr zweites Gehirn.

Wir sind gut so wie wir sind, die Welt braucht ruhige Menschen.

  • Wir können gut zuhören.
  • Auf uns kann man sich verlassen.
  • Wir können Streit schlichten ohne böse Worte.
  • Wir sind kreativ
  • Wir können gut beobachten
  • Wir sind hintergründig
  • Wir können uns gut konzentrieren

Das sind nur einige Beispiele, wenn Sie etwas überlegen, finden Sie bestimmt noch vieles mehr, was gerade Sie auszeichnet und besonders macht.

 

Buchtip – Still:Die Bedeutung von Introvertiertenin einer lauten Welt

 

Lesen Sie die Buchbeschreibung hier

oder klicken Sie direkt ins Buch.

 

Ich freue mich, wenn Sie mir eine Antwort auf meinen Artikel schreiben.

 



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page

46 Antworten auf Introvertiert Bedeutung

  • Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich erkenne mich und verstehe jetzt.
    Ich bin 46! Soooo viele Jahre im Bedauern ein falscher Mensch zu sein. In Überforderung, Ablehnung, Depression und Angst.
    Allen Lesern wünsche ich ein ebenso tiefes und erkennendes Verstehen wie ich es empfinde. :3

    • Danke für Deine Antwort, Du bist mit Sicherheit gut und richtig so wie Du bist.

    • Hallo Lydia, hallo Ruth, mir geht es genau so, auch ich habe durch den Fernsehbeitrag “erfahren”, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der Probleme hat, sich gegenüber anderen Menschen zu öffnen, überhaupt erstmal auf andere Menschen zuzugehen. Zuletzt war ich mir sicher, Depressionen zu haben. Vielleicht war/ist es aber nur die Traurigkeit darüber, anders zu sein und damit oft einsam. Ich hoffe, ich schaffe es eines Tages – wie Ruth – die Introvertiertheit zu überwinden (ich bin 39). Euch alles Gute! LG, Kerstin

  • Liebe Ruth,

    ich bin so froh, den TV-Film und deinen Blog gefunden zu haben!
    Jetzt weiß ich, dass ich introvertiert UND schüchtern bin. Introvertiert war ich wohl schon immer. Die Schüchternheit kam erst später dazu, weil ich so zu oft abgelehnt und ausgegrenzt wurde.
    Ich bin mit einem sehr extrovertierten Mann verheiratet. Er hat mir schon sehr geholfen, meine Schüchternheit zu überwinden, aber leider meint auch er, ich müsste “mich einfach trauen”. Das ist für mich sehr schwer, und auch anstrengend – Parties z. B. sind Overload pur.
    Jetzt weiß ich aber wenigstens, dass ich nicht irgendwie unnormal bin!
    Einen schönen Tag und viel Mut im Umgang mit Anderen wünsche ich uns Allen!

  • Hallo Ruth,

    ich habe heute die Doku gesehen von WDR mit dir und fand es richtig klasse, wie man dich am Schluss der Doku so oft Lächeln gesehen hat! Man merkt selber gar nicht, welches Gesicht man teils zieht und versteht nicht, wie die anderen daraus schlussfolgern können, dass man arrogant sei etc.. Der Vergleich von “Gesicht ziehen” (Nicht böse gemeint!) zu “lächeln” ist enorm, das merkte ich heute eindeutig bei dir. Das ist mir selber gar nicht so bewusst.

    Alles Gute weiterhin!

    • Hallo Isabella,
      das war ein weiter Weg, bis ich das konnte.
      Vor allem auch mal über mich selbst zu lachen bringt mir viel.
      Das Leben ist schon hart genug, da muss ich es mir nicht noch selbst schwer machen.
      Danke für deinen Beitrag.
      LG Ruth

  • Hallo,
    in dem Artikel kann ich mich zu 100 % wiederfinden. Bis vor einigen jahren dachte ich echt es sei ne sozialphobie oder so…
    Als introvertierter hat man es draussen net grade leicht, grad im berufsleben.
    In der krankenpflegeausbildung wurde mir ständig vorgeworfen ich sei zu ruhig müsse für diesen job mehr aus mir rauskommen – im gleichen satz wurde mein empathischer und besonnener umgang mit den patienten gelobt.
    Ja was denn nu bitteschön?? :mad:
    Freunde schätzen meine ruhige Art.
    Wer damit nicht klar kommt hat in meinem Leben nix verloren, Basta.

  • Ich finde es sehr interessant das zu lesen wusste nicht das es ein Wort außer schüchtern dafür gibt.aber geht es noch anderen außer mir so das wenn ich durch die Straße laufe ich andere Menschen nicht wahr nehme. Ich sehe sie manchmal nicht weil ich nur mit mir beschäftigt bin. Also ich kann es schlecht beschreiben hoffe es weiß wer was ich meine.

    • Hallo Doreen,
      und das eine hat gar nichts mit dem anderen zu tun. Interessanterweise denken viele Menschen, dass schüchtern auch gleich introvertiert bedeutet.
      Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst.
      LG Ruth

  • ich bin auch eher introvertiert. bei mir ist es aber so, an manchen tagen bin ich ziemlich offen, lächel viel und hab kein problem damit mit allen zu reden, an anderen tagen geht aber auch gar nichts, da bin ich sehr in mich gekehrt und für mich. das irritiert viele glaube ich.

    ich sehe introvertiertheit eher nicht als gute eigenschaft sondern als last, natürlich hat es positive seiten, ich habe das gefühl, alles viel intensiver wahrzunehmen, ein gespräch, den sternenhimmel, den wald, gefühle, einfach alles. aber wer wenig spricht, ist auch sozial behindert.

    das ist ein ganz klarer fakt, den man nicht abstreiten kann und daher berücksichtigen sollte, bevor man sagt, introvertiertheit ist gut.

    man ist klar benachteiligt in der gesellschaft und wer unglücklich ist mit dieser eigenschaft, der muss sich selbst zwingen an seinem verhalten zu arbeiten, anstatt zu sagen, ich bin gut so wie ich bin ich bleib so.
    das funktioniert nur bei menschen, die mit ihrer introvertiertheit glücklich sind, weil sie das richtige umfeld haben

    • Hallo Max,
      ich denke, jeder hat eine Tagesform und ist nicht immer gut drauf, geht mir doch auch so.
      Introvertiert zu sein kann sehr positive seiten haben, z.B. im Beruf. Da gleichen sich
      Intros und Extros ganz besonders gut aus habe ich festgestellt.
      Es ist schade, dass dir ein positives Umfeld zu fehlen scheint, wenn du magst, schliesse dich
      unserer Gruppe auf Facebook an, dort kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen.
      http://www.facebook.com/groups/intros/
      Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag
      Ruth

  • Ein freundliches Hallo und Danke für diesen Artikel. Es hat mir sehr gut getan zu lesen, dass ich nicht allein bin. :wink:

  • Ich bin so froh auf diesen Artikel gestoßen zu sein. Wirklich davor dachte ich das ich asozial bin oder so. Meine Eltern, Familie und ,,Freundeskreis” sind alle sehr Extraventiert. Und ich dachte ich wäre der einzige Mensch der eher still ist. Ich rede einfach nicht viel gehe nicht mit anderen Menschen raus oder so ( obwohl es für mein Alter normal wäre ( 16 )) und meine Eltern sagen immer ,,Geh doch mal raus” oder ,,Du hast Menschenanst”, habe ich aber gar nicht. Mich stressen große Menschenmengen einfach schnell und nach einem ,,Shopping Trip” bin ich meistens immer total nervlich kaputt. Ein Ausflug in einen Freizeitpark oder ähnliches ist immer ein Horror für mich und da ich ( würde ich selber mal so sagen ) an Berührungsängsten leide bin ich eher abweisend zu anderen. Ich rede schon gerne, aber nur mit Menschen denen ich vertraue. Manchmal da sagen meine Eltern sogar das ich in meinem Zimmer verrotten soll wenn ich nicht mit ihnen einen Kaffee trinken will oder so. Ich sitzt nunmal gerne an meinem Schreibtisch und male oder zocke an meinem Computer. Ich gehe nunmal gerne im Wald spazieren und lausche den Vögeln. Ich bin nunmal so aber mein Umfeld versteht das einfach nicht! Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Manchmal werde ich etwas gefragt und dann brauche ich eben etwas länger um zu antwortet. Ich überlege IMMER was ich sage und brauche dann eben mal länger um eine Antwort zu geben, aber dann kommt gleich wieder. ,,Weißt du nicht was du sagen sollst” ,,Bist du dumm?” ,,Hast du Hörsprobleme” usw. Ich wünsche es mir einfach das man mich so akzeptiert wie ich bin und das ich ein genauso guter Mensch bin wie andere. Ich bin auf jeden Fall sehr froh diesen Artikel gelesen zu haben, weil dadurch habe ich jetzt auch einfach gesehen, dass es noch andere wie mich gibt^^ danke <3

    • Ich bin auch 16 und ein introvertierter seit langem schon und bin stolz drauf weil ich viele Leute kennen gelernt habe die mich so schätzen und mögen wie ich bin.
      Auf diesen Artikel zu stoßen war das beste was ich bisher gefunden habe
      Danke :DD

    • Liebe Nana,
      ich stand lange Zeit als letzte in dieser Liste und habe ewig nicht mehr auf diese Seite nach gesehen. deshalb war ich total erstaunt, als ich letztens feststellen musse es waren auch “wieder Andere hier”. Eigentlich wollte ich dir gleich etwas schreiben, als ich deinen Kommentar gelesen hatte, denn ich habe beim Lesen deines Textes genau so geweint, wie beim Schreiben meines. Und glaub mir, ich verstehe dich ganz genau besonders das Richtige-Antwort-suchen.
      liebe Grüsse Anni

    • Hallo Nana (und alle, die etwas ähnliches erleben),

      ich bin auch sehr introvertiert und bin gerade dabei, mich mehr damit zu beschäftigen und mit mir ins Reine zu kommen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich eine leichtere Ausgangssituation habe: meine halbe Familie ist eher introvertiert und meine Mutter (selber etwas extrovertierter als ich) hat mich auch eher unterstützt (bzw. eher in ruhe gelassen). Das war mir lange nicht so bewusst, erst viel später erzählte sie mir, dass meine Klassenlehrerin in der 3. Klasse sich furchtbare Sorgen gemacht hat, dass ich in den Pausen fast immer alleine herumstand (ich hatte Bilder gemalt o.ä.) und mich so garnicht mit meinen Klassenkameraden abgeben wollte. Sie dachte, ich wäre unglücklich und würde vollkommen untergehen. Aber das Gegenteil war der Fall: wenn ich in Ruhe mein eigenes Ding machen konnte war ich am besten drauf. Meine Mutter hatte damals besagter Lehrerin versucht deutlich zu machen, dass es mir wirklich gut geht und das alles kein Problem wäre. Viele extravertierte Menschen (also die Mehrheit) weiß das oft einfach nicht! In der Schule dachte ich, ich wäre irgendwie komisch. Heute bin ich sehr zufrieden mit meiner Introvertiertheit! Der beste Weg (solange die Fronten noch nicht zu verhärtet sind) ist wohl, den Extravertierten zu erklären, warum man so tickt und dass zu viel Umgang mit Menschen einen einfach überfordert. Da es mir auch immer schwer gefallen ist, soetwas in Worte zu fassen würde ich dir empfehlen nach entsprechenden Texten im Netz zu suchen (wie den sehr schönen Blogeintrag oben :mrgreen: oder bei Pascal auf “introvertiert.org/”). Versuche auch, es selber anzusprechen und nicht zu warten, dass es wieder Thema wird! Du kannst auch solche Blogeinträge ausdrucken und auf den Tisch legen, damit sich deine Eltern/Freunde/WerAuchImmer das selber durchlesen können. Leider müssen viele Introvertierte sich auf soetwas genauer und besser vorbereiten, da in einem Gespräch oft die Zeit fehlt, sich über eine Antwort/Erklärung die nötigen Gedanken zu machen.

      Ich wünsche dir, dass deine Eltern es verstehen werden. Introvertiert zu sein kann man wohl nicht ändern, aber an Schüchternheit (was erst einmal nichts damit zu tun hat!) und Unsicherheit kann man arbeiten. Inzwischen kann ich als schnelle Antwort auch mal sagen: “Moment, lass mich nachdenken.”

      Liebe Grüße
      Jule

      P.s.: Ich war in meinem Leben noch nie auf einer Disco und habe auch kein Bedürfnis danach. Ich war immer die graue Maus, mit so wenigen Freunden, dass ich sie an einer Hand abzählen konnte. Als ich mein Studium anfing, hatte ich furchtbare Angst, dass ich nie neue Freunde kennen lernen werde und alle immer erwarten, dass man ständig auf Partys geht und sich volllaufen lässt. Das hat sich aber überhaupt nicht bestätigt! Ich habe ein paar wenige enge Freunde gefunden, mit denen ich mal einen Spieleabend mache oder einfach nur rumsitze und die sind mir die liebsten von der Welt :)
      Also nur Mut!

      • Hallo Jule,
        danke für deine Antwort, meine Eltern waren auch ziemlich ruhig, da wurde ich nie zum Reden gezwungen.
        In der Schule hatte ich immer nur eine Freundin, mit der ich in der Pause über den Schulhof ging. Das war entspannend.
        Wir waren immer dort, wo die anderen nicht waren und kreischten.
        LG Ruth

  • Ich sitze hier mit ‘ner Turnierpackung Taschentücher und kann es gar nicht glauben. Ich bin wohl doch nicht so einsam, wie ich es immer glaubte. Es gibt also noch mehr Menschen, denen es genau so geht wie mir. Ich erkenne meine eigenen Wesenszüge in ganz vielen Kommentaren wieder. Ich bin ein sehr in mich gekehrter, melankolischer Mensch. Das Unvermögen nicht auf Fremde zugehen zu können. Der Irrglaube der Anderen man wäre dashalb arogant. Die Unfähigkeit zu small talken, es sogar als heftigst unangenehm zu empfinden, sich was aus den Finger saugen zu müssen, wenn man doch lieber still wäre. Wiederum aber auch das Gefühl mich am liebsten für dieses Verhalten und meine Ungesprächigkeit z.B. während einer Physio-Massage entschuldigen zu müssen. Die ständigen Grübeleien, das endlose Abwägen zwischen richtig und falsch, kann mich stets nur ganz schwer entscheiden. Will immer alles richtig machen und habe doch oft den Eindruck, es geht so vieles gegen bzw. vor die Wand. Spreche nur ungern über meine Gefühle. Glaube auch, ich kann mich nur schwer mitteilen, da ich oft den Eindruck habe, meine Gefühle und Gedanken gar nicht richtig in Worte fassen zu können. Menschenmassen und Partys verabscheue ich nicht, lache eigentlich gern, aber auch das fällt mir wohl unendlich schwer, zumindest hat es den Anschein, als gäbe es außer dem Lachen selbst, keinen weiteren positiven Effekt für mich (von wegen Glückshormone usw.) Wenn andere auf Partys zu ihrer Höchstform auflaufen, habe ich oft meinen Tiefpunkt “erlitten”.
    Ich habe auch eine Unfähigkeit Freude zuzeigen beobachten können. Es sind wohl die ganz einfachen Dinge, die mir ein Lächeln auf ins Gesicht zaubern, das erste Gänseblümchen auf der Wiese als der Schnee in diesem Winter kurz weggetaut war, ein Regenbogen, die kindliche Freude, wenn ein Schmetterling an mir vorbeiflattert, ein dicker alter Baum, ein letztes buntes Herbstblatt, aber auch mal ‘ne liebe Karte von einer alten Freundin oder die Antwort auf eine Mail. Ganz oft hat es aber etwas mit Natur und Beobachtung zu tun. Und ja, auch ich beobachte eine Szene gern ganz still vom Rand aus, ohne mit einbezogen zu sein. Will natürlich auch nie im Mittelpunkt stehen, es ist mir ein Graus. Introvertiert-ich wusste überhaupt nicht, was das eigentlich bedeutet und, dass es mich ganz genau beschreibt. Ich wollte dieses Wort ursprünglich benutzen, um meine Tochter zu beschreiben und war deshalb auf der Suche nach der Definition. Ich habe diesen Zustand immer als große Last empfunden und auch meine Sensibbilität, welche im Laufe der Jahre immer extremer geworden ist. Auch das große Mitleid, dass ich empfinde, es ist manchmal so, als könnte ich fremdes Leid nicht von eigenem unterscheiden. Und fühle mich trotz eines ganz liebevollen Partners, der mich aufrichtig liebt und ich ihn, nicht. wirklich glücklich. Es sind tausend kleine Dinge, die das zu verhindern scheinen.

  • Ich bin auch ein Introvertierter mensch ich liebe es alleine zu sein und die ruhe ich liebe es zu Zeichnen und genau zu arbeiten das kann ich ganz gut. Und i mag Menschenmassen auch nicht so viel lärm so viele Menschen mir geht es dann schlecht weiss nicht aber ich werde dann schwächer, und ich liebe es mit meiner Familie spazieren zu gehen in der Natur so schön ruhig und danach geht es mir dann viell besser:) In der Schule wurde ich meist gemobbt weil ich so anders war:( aber jetzt weiss ich das ich nicht krank bin nur ich hab einen anderen Charakter aber es ist echt schwer im Leben:( aber diese Seite hat mir viel geholfen ich akzeptiere mich so wie ich bin Schüchtern halt, Ich hasse Partys auch war auch nie in einem so laut und unheimlich und für mich was Unnötiges. Was ich auch nicht mag sind grosse Einkaufszentrums mag lieber kleine wo es nicht so viele Menschen hat. Aber wieso werden wir Introvertierten menschen meistens nicht akzeptiert so wie wir sind und versuchen uns zu ändern und es noch schlimmer zu machen aber ich bin so geblieben so wie ich bin das sollte jeder so tun:) das Leben ist ein Spiel…Endlich weiss ich jetzt wer ich bin und wieso ich so anders bin es gibt für uns Vor und Nachteile/ Bin auch ein Mädchen die sich nicht gerne schminckt es stört mich nur und macht mein Gesicht danach noch schlimmer:( Bin gerne Natürlich:)

  • Wahnsinnig gut zutreffender Text ^^ ich schaffe es nämlich auch nie wirklich bei “unvertrauteren” Personen aus mir raus zu kommen und hab mich schon lange gefragt womit das zusammen hängen kann, wie schön aber das es auch noch genug Personen gibt denen es ganz genau so geht :) ich bin zwar nicht unbedingt der Typ der gerne liest aber ich glaube in diesem Fall hätte ich kein Problem damit ein Buch zu kaufen welches mich über mein verhalten richtig aufklären kann. ich sitze auch schon die ganze Zeit ganz gespannt und lese die :smile: Kommentare von Personen denen es quasi ganz genau so wie mir geht und dann dürfte ein Buch vielleicht mal genau das richtige sein
    LG Nicklas (16)

  • Hallo zusammen^^
    Danke, danke für den Artikel. Endlich hab ich Leute gefunden die VERSTEHEN wie ich mich fühle… Das ich nicht die einzige bin die große Menschenmassen nicht abhaben kann oder keine Partys mag. Bisher habe ich mich da so ziemlich einsam gefühlt weil alle meine Freunde es lieben zu feiern etc. Sie können einfach nicht verstehen, dass mir so Sachen keinen Spaß machen das ich mich dann sehr unwohl und fehl am Platz fühle. Genauso wie Geburtstagspartys. Bald habe ich meinen 16. Geburtstag und ich hab so überhaupt keine Lust den zu feiern, aber meine Freunde meinen <> aber das ist bei mir so. Am liebsten würde ich den Tag damit verbringen mit meiner besten Freundin einfach nur zuhause zu sitzten und irgendwelche Horrorfilme schaun, dann wäre ich zufrieden. Aber dann würde die anderen wieder kommen: ach ja du magst uns anscheinend gar nicht, du willst doch nur nicht mit uns feiern und so sachen. Aber das stimmt nicht. Ich habe einfach nur eine andere Vorstellung von dem was ich in meiner Freizeit gerne machen würde. Die meisten meiner Freunde können auch nicht mal einen Tag einfach nur zuhause verbringen, mit im Bett liegen und lesen oder so. Deswegen bin ich auch so froh das ich den Artikel gefunden hab, den jetzt kann ich ihnen sagen das das bei mir nun mal eben so ist und das sie sich damit abfinden müssen. Danke^-^

  • Ich bin schon seit vielen Jahren darüber im Klaren, dass ich anders bin und war als alle in meiner Umgebung. Seit meiner Kindheit hab ich das gemerkt. Ich war schon immer sehr schüchtern und hab mich nicht getraut mit anderen zu reden. Ich war auch immer ein sehr nachdenklicher Mensch – hab viel über andere und mich selbst nachgedacht und analysiert. Ich hab früh mit dem Lesen angefangen – mit etwa 8 fing das bei mir zum 1. Mal an. In meiner Familie bin ich die einzigste, die introvertiert ist. Ich muss mir seit Jahren von meiner Mutter anhören ich sei komisch und das was meine anderen Geschwister zu viel hätten, hätte ich einfach zu wenig bekommen. Meine Mutter und meine Schwester haben ständig versucht mich ‘unter die Leute zu bringen’. Meine Mutter tut das so nicht mehr, da ich bei meiner Oma wohne mittlerweile und die lässt mich wenigstens meistens in frieden. Meine Schwester versucht es immernoch. Jedenfalls bin ich meiner Familie gegenüber ja anders als bei Fremden oder Bekannten. Da kann ich aus mir heraus, weil ich meine Familie kenne, aber teilweise kann ich mich gar nicht mit ihnen identifizieren oder verstehen. Und sie können mich ja auch nicht verstehen und werden es vermutlich auch nie. Ich hab auch nicht viele Freunde, weil ich eben mehr für mich bin. Ich hatte noch nie ein besonders großes Selbstbewusstsein, was auch als Folge meiner Pubertät ist – bin eben nicht besonders schlank und habe ein Problem mit meiner Oberweite – ist zuviel und ich fühl mich ständig angestarrt. Menschenmassen kann ich nicht ab und konnt ich so oder noch nie. Lärm kann ich auch nicht so gut ab, was bei mir aufgrund einseitiger Taubheit natürlich noch verstärkt ist. Ich hab also immer einen Rückzugsort gebraucht, um mich dann der Welt stellen zu können. Während der Pubertät war der Unterschied zu anderen für mich auch am stärksten spürbar – wo andere eben gern Partys machten, sich schminkten und zurecht machten und oft auch dieser Smalltalk zum Einsatz kam, da war ich eben anders. Ich war gern zu Hause, hab mich Abends gern vor den Fernseher oder mit einem Buch in der Hand auf die Couch gesetzt, hab viel geschrieben und gezeichnet und wenn ich eben außerhalb meiner 4 Wände war, dann hab ich auch gern andere beobachtet und analysiert. In der Schule wurde ich aufgrund meiner Eigenarten gemobbt und ausgegrenzt. Es war für mich keine schöne Zeit. Und später war ich richtig depressiv, weil eben mich keiner Verstand und ich konnte versuchen was ich wollte, ich konnte mich nicht ändern und auf andere Zugehen. Ich wusste nie, was ich sagen sollte zu den Leuten oder wie ich mich geben sollte, um vielleicht ein paar Freunde mehr zu kriegen. Es fiel mir per Chat und im Internet leichter mit anderen zu kommunizieren. Heute mit 23 Jahren sag ich einfach: ich bin ich und ich brauch mich nicht ändern, denn ich bin so wie ich bin gut. Ich lerne total gern und interessiere mich für Fremdsprachen und andere Länder. Japan hat es mir besonders angetan – ich bin dahingehend richtig fasziniert von der Kultur und ich lese Mangas ebenso, wie eben auch normale Bücher. Dieser Artikel hier hat für mich nur bestätigt, dass es richtig ist und nichts falsches und das es noch viel mehr Menschen gibt wie mich und mich nicht schämen brauche. Dahingehend kann ich wirklich nur sagen, danke zum Artikel und das er wirklich gelungen ist. Er bringt genau das auf dem Punkt, was ich kenne.

  • leider muss man sich in der heutigen gesellschaft immer präsentieren, aufplustern und laut sein. ich persönlich bin bisher mit meiner introvertierten art am besten zurechtgekommen.

  • Ich bin so froh das ich diesen Artikel gefunden und gelesen hab.. Ich bin schon seit einigen Jahren auf der Suche nach Antworten da ich immer wieder gemerkt hab das ich anders bin als andere… Ich habe viel gelernt über mich in den letzten Jahren aber ich wusste nie genau was wirklich mit mir los ist und wer ich wirklich bin!!! Ab heute wird sich mein Leben auf jeden Fall ändern.. da bin ich mir sicher! Danke an den Autor und dafür das er sich die Mühe gemacht hat das hier nieder zu schreiben!
    Es ist nicht schlimm anders zu sein als andere.. Es ist ein Privileg!
    Chris

  • Das mit der inneren Ruhe und der dem verhassten Smalltalk und sinnlosem Drauflos-Geplapper kenne ich genauso. Ich liege auch zwischen Extro- und Introvertiert. Ich bin offener geworden, aber richtig extrovertiert bin ich nicht. Eine Sache kann ich noch aus meiner Erfahrung ergänzen. Man verhält sich vielleicht nicht zu jedem auf die gleiche Weise. Zu meiner Mutter und bestem Freund verhalte ich mich sehr extrovertiert. Zu anderen Personen eher introvertiert und unsicher. Wenn ich länger mit jemanden in Kontakt bin, kann ich auch extrovertiert sein. Ich brauche dazu nur etwas länger, leider gibt einem besonders die Arbeitswelt da draußen nicht die Zeit.

  • Toller Artikel!! Ich hab noch einige mehr im Inet gefunden und die 2 Bücher mir gekauft (Still von Susan Cain und Sylvia Löhken – leise Menschen)

    Es ist sehr aufmunternd das alles zu lesen, weil ich mich mit den ganzen beschriebenen Eigenschaften identifizieren kann und es mich beruhigt doch nicht falsch zu sein! Dadurch kann ich mit mir selber einen inneren Frieden schließen und mich besser akzeptieren! ;)
    Während meiner ganzen Jugend war ich bemüht mein “falsches” Verhalten zu verändern und mich anzupassen damit ich anderen ins Konzept passe! Hatte deshalb Depressionen!!
    Zum Glück ist bei mir ein großteil der Familie auch introvertiert sodass ich mich nicht zu sehr ausgegrenzt fühle!

    Aber ich wünsche mir allgemein mehr Verständnis von meiner Umwelt, es zählt nicht der Charakter sondern wie man sich präsentiert. :( diese ganze Oberflächlichkeit nervt!! Habe mich schon oft darüber geärgert, dass charakterlose großmaulige teilweise sogar A*lächer öfter beliebter sind als rücksichtsvolle selbstlose liebe Personen! >:-(
    ….

  • Es ist so erleichternd das hier alles zu lesen. Ich war schon immer introvertiert und habe ständig versucht etwas zu ändern und mich auch teilweise sehr über mich selbst geärgert, weil es einfach nicht funktioniert hat. Ich bin mit den Jahren (bin jetzt 27) zwar etwas offener geworden und gehe auch mehr auf Menschen zu als früher, aber ich werde nie jemand sein, der sich gerne in den Mittelpunkt stellt und einfach drauf los plappert.
    Durch meine Introvertiertheit hatte ich es oftmals nicht einfach im Leben. Andere Menschen konnten einfach nicht verstehen, warum ich so bin und dass es nun mal nicht so einfach ist, sich in dieser Hinsicht zu ändern.
    Ich habe mich schon immer anders gefühlt und zwischenzeitlich auch schon gedacht, dass ich krank bin (Soziale Phobie o.ä.), aber nun weiß ich, was mit mir los ist. Es ist so erleichternd zu lesen, dass es andere Menschen gibt, denen es genauso geht.

  • Ich bin auch introvertiert aber seit dem ich das weiß gehts mir einfach besser. Ich kann leichter auf Menschen zugehen. Meine freunde meinen ja selber ich mach immer voll die gute laune auf partys. Aber menschenmassen hasse ich immer oder wenn einer bei mir pennt. Ich würde auch mal gerne wissen wie ihr damit umgeht.
    Gruß Timo

  • auch ich bin introvertiert und werde dadurch oft als arogant bezeichnet- was echt nicht stimmt. ich empfinde die introvertierheit oft als last, da viel von den mensch um mich herum verborgen bleibt-ich gebe denen keine chance mich kennenzulernen-mist kann ioch nur sagen. aber es gibt hilfe und die habe ich mir einfach mal genommen. seid alle gegrüßt

    sandra

  • Ich denke, dazu passt auch, dass man HSP ist…eine hochsensible Person…Schaut mal im Net danach…da trifft das auch zu. Hab mich früher auch immer für ANDERS gehalten udn genau da die Antwort gefunden….

    Lg Tina,.

  • Danke für den Artikel!
    Seit Jahren quäle ich mich mit der Frage was an mir nicht stimmt: Warum fühle ich mich in Gruppen nicht wohl und warum ist mir Small-Talk so verhasst? Nach Umerziehungsversuchen meiner Mutter (Aussage: ich bin schon immer komisch gewesen) habe ich ständig versucht mein Verhalten zu ändern… ohne Erfolg. Ich habe mich gequält obwohl mein Innerstes sich bei jeder Party gestäubt hat mitzugehen. Habe gedacht ich hätte soziale Ängste und Verhaltensprobleme so dass ich mich letztendlich beim Psychologen angemeldet habe. Die hat mir neulich in der Sitzung verkündet: Keine Angst Ihre Hämmungen werden wir Ihnen schon abtrainieren. Per Zufall stolpere ich über Blogs zum Thema Introversion… und ich finde mich selbst in jeder einzelnen Beschreibung wieder.
    Ich denke ich werde noch einige Wochen brauchen, um diese unglaubliche Erleichterung zu verdauen. Diese Nachricht hat mein Leben verändert!!!

  • Seit Jahren hab ich mich gefragt, was mit mir nicht in Ordnung ist – warum hab ich scheinbar als einzige ein proppenvolles Bücherregal, warum macht es mir mehr Spaß mit der Katze auf dem Bauch zu lesen als in Diskotheken zu hängen, wieso nerven mich Krach und Unzuverlässigkeiten, warum gruselt mich belangloser Smalltalk, warum komm ich nicht aus mir raus…

    Jetzt hab ich das Buch von Susan Cain gefunden und endlich rausgefunden, dass mit mir alles stimmt – ich bin eben keine “Bums-hier-bin-ich”-Persönlichkeit und das muss ich auch gar nicht sein! Das war für mich persönlich eine wahnsinnige Erleichterung – doch “normal” zu sein ;) Ich hoffe, unsere laute Gesellschaft lernt langsam, dass leisere Menschen nicht unbedingt langweilig, arrogant oder stinkstiefelig sind, sondern dass wir eben unsere eigenen Stärken haben :)

  • Introvertierte werden leider in vielerlei Hinsicht benachteiligt im Vergleich zu Extrovertierten. Das ist wirklich Schade. Dabei ist überhaupt nichts falsch an Introversion. Man braucht nur mal in nordeuropäische Länder wie Schweden oder Norwegen, oder auch nach Asien, besonders Japan zu kucken: da ist Introversion und Zurückhaltung eine Tugend und gesellschaftlich mehr anerkannt als bei uns.

  • dass ich introvertiert bin weiß ich schon sehr lange! :) ich würd gerne mal leute kennen lernen die genauso sind und auch verständnis für sowas haben, denn so bin ich ziemlich alleine. hab zwar familie, aber nur sehr wenige freunde. und die sind halt “anders” es ist echt nervig wenn die einem helfen wollen mit dem unter leuten gehen. clubs/bars etc sind einfach nur aussaugend, ich fühl mich nach nem abend unter sovielen fremden leuten schlimmer als wenn ich 70 stunden in einer woche arbeite. :D

  • Hallo und vielen Dank für diesen Artikel. Er spricht mir wahrlich aus der Seele.

    Nett fand ich folgenden Satz:
    “Extrovertierte haben das Gefühl, den Introvertierten helfen zu müssen, “mal ´raus zu kommen”, “mal unter die Leute zu gehen”.”
    Dies erlebe ich leider nur zu oft.

    Viele Grüße.

  • Mir fehlen echt die Worte!!!
    Seit Jahren grübel und grübel ich über mich, was nicht stimmt mit mir.
    Gestern habe ich den Artikel gelesen und mir wurde sowas von bewusst, dass ich nicht Krank bin. Diese Erkenntnis hat soviel in mir ausgelöst, ich kann’s nicht Worte fassen. Ich könnte das ganze Land mit diesem Artikel plakatieren. Ein halbes Leben (bin jetzt 40)habe ich mich gequält, habe versucht an mir zu arbeiten, mich zu verbiegen, aber irgendwie alles ohne Erfolg. Im Gegenteil, es wurde alles immer schlimmer: Depresionen,Angst und Panikataken machten sich breit.Und dann kommt da dieser Artikel an mir vorbei und ich erlebe auf einmal ein ganz anderes Lebensgefühl über Nacht. Das ist Wahnsinn. Ich kann nur von ganzen Herzen Danke sagen. DANKE

    • mir gehts genauso, wie so vielen hier….seit geraumer zeit versuche ich herauszufinden, warum ich so bin, wie ich bin….jetzt weiss ich es endlich und bin zufrieden…als ich den artikel las, hab ich mich wieder erkannt!! bin jetzt 39 jahre und leider gibt es schon seit vielen jahren, immer wieder menschen die sich von mir abwenden, nur weil ich nicht so bin, wie sie es gerne hätten. immer hab ich mich gefragt was mit mir los ist…ob ich ne depri habe…aber irgendwie konnte ich es mir nicht vorstellen…ich habe oft gelitten und die fehler bei mir gesucht…versuchte mich auch immer zu verstellen, damit es nicht auffällt das ich anders bin und man mich akzeptiert…aber hab mich dabei nie wohl gefühlt…ab jetzt werde ich was ändern und dazu stehen..l.g.

      • Hallo Daniela,

        so wie du bist, bist du genau richtig. Um seelisch unversehrt zu bleiben, kannst du dir folgenden Satz verinnerlichen: “Egal, was andere sagen und denken, ich bin wertvoll so wie ich bin”. Willkommen bei uns Intros.

        LG Ruth

  • Der Artikel ist wirklich sehr schön ! Ich kann sogar sagen, dass ich froh darüber bin introvertiert zu sein. Ich genieße es einfach da zu sitzen und zu beobachten, zu analysieren. Das macht riesigen Spaß. Aber (!) ich muss auch sagen, dass man Grenzen setzen sollte. Ich habe aufgrund dieser Eigenschaft auch Depressionen durchgemacht. Ich habe Dinge analysiert, sodass ich mir gewisse Fragen stellte. Wenn die Antwort dann nicht kam oder sie nicht gut war, hat mich das fertig gemacht.

    Aber ansonsten bin ich wirklich froh darüber !

  • Wunderbarer Artikel…die Introvertiertheit hat mich im Moment sehr beschäftigt, da es irgendwie ja doch wie schon oben genannt als “Mangel” und “Schwäche” angesehen wird. Was mich bekümmert ist meine Mutter, ich bin 18 und möchte einfach,dass sie versteht dass ich nunmal eher ruhig bin und nicht megaviel reden mag. Sie ist sehr extrovertiert und redet mir indirekt ein, dass ruhig sein und “garnichts mehr reden” von keinem guten Charakter zeuge und dass es bei “Leuten” nicht gern gesehen wird und nicht gut ankommt; schlicht und ergreifend einfach nur schlecht ist! Das sehe ich aber nicht so…nur “leider” ist meine ganze Familie gesellig eben…und meine Mutter verletzt mich manchmal, indem sie sagt ich sei eine Stumme…oder “ich kann genauso gut gerade mit einer Wand reden” in einer schelmischen Art und Weise, sehr erdrückend auf mich wirkend. Manchmal wein ich drum. Mein Vater ist genauso wie ich, er wäre in meiner Fam wohl der Einzige, der mich ganz und gar verstehen könnte…zu ihm habe ich aber kein Kontakt mehr. Meine Mutter sagte mal, meinVater wäre genauso gewesen, dass er oft nicht wusste WAS er sagen sollte, da meine Mutter ihn darauf ansprach er rede wohl zu wenig und dass er was sagen soll…laut meiner mutter wusste er nicht WAS er sagen soll. Wenn meine Mutter diese Worte sagt, macht sie sich offen über ihn lustig, über seine Art, lacht, witzelt und blödet herum. Ich finde das nicht okay…es sollten doch andere Menschen Introvertierte Leute akzeptieren, oder nicht..? Ich versuche mir immer einzureden, es kann mir egal sein, was meine Mutter von mir denkt und ihren Worten und Beleidigungen…aber dann, irgendwann, fängt sie wieder an, oft witzelt sie dann laut mit meinem bruder über mich herum, ich mein was soll der Mist…ich wünschte ich hätte eine tolerante Familie. Mit niedrigen Selbstbewusstsein gehe ich von zuhause raus…aber das will ich ja ändern. Es soll mir egal sein,was andere denken, auch wenn sie meine Familie sind. Ich bin lediglich enttäuscht von deren Benehmen aber ich bin motiviert genug, meine innere Ruhe davon nicht beirren zu lassen…<:
    Ich stehe zu meiner Introvertiertheit und finde sie auch besser als die extrovertiertheit…! Damit könnte ich mich niemals identifizieren…reden ohne ende, smalltalk, das ist nichts für mich. ich bin lieber besonnen und plapper nicht blödes Zeug rum (iwann kommt blödes zeug raus…)und es wirkt auf mich eher zwanghaft,wenn ich viel rden möchte.

    Wir sind gut so wie wir sind, die Welt braucht ruhige Menschen.!

    Liebe Grüße an alle da draußen!

  • Andrea kann mich Deinen Worten nur anschließen. Der Artikel hat mich, über mich und mein Verhalten, die Art wie ich bin, aufgeklärt Bin mehr bei introvertiert zu finden. Als Introvertierte muß man besser schreiben als reden können, ansonsten hat man wenig Chancen.

  • Danke für den Artikel. Ich bin wo irgendwo zwischen introvertiert und extrovertiert zu finden. Es nervt mich jedoch total, dass Introvertiertheit überall als Mangel oder als Schwäche angesehen wird. Introvertierte haben so viele positive Eigenschaften, die man bei Extrovertierten häufig vermisst.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Blick ins Buch
Leise-Menschen Still-die-Bedeutung